Der Novadi
Für einen Novadi mag es
vielerlei Gründe geben, die Heimat zu verlassen und als Abenteurer durch
Aventurien zu streifen: Vielleicht wurde er von seinem Vater, einem reichen
Kefter Händler, auf eine "Bildungsreise" geschickt, vielleicht ließen ihn
Neugier und Unternehmungslust die heimische Oase zu eng erscheinen lassen,
vielleicht wurde er gar im letzten Krieg von Tar Honaks Soldaten nach Al´Anfa
verschleppt. Für eine Navadi (falls sie nicht zu den wenigen selbstständigen
Frauen diese Volkes gehört) wird das Verlassen der Heimat einer Flucht
gleichkommen - Flucht vor einer ungewollten Ehe, einer trostlosen Zukunft.....
Doch welches Geschlecht ihr Held auch haben mag, vier Merkmale wird er nie
verlieren, auch wenn er die gluterfüllten Weiten der Khom lange hinter sich
gelassen hat: Eine blumige Sprache, Reitkunst in Vollendung, ein aufbrausendes
Temperament und einen unbändigen Stolz. Ein Novadi mag ein zuverlässiges,
aufopferungsvolles Mitglied jeder Abenteuergruppe sein - sobald er sich aber
in seiner Ehre verletzt fühlt, gibt es ei Problem. Eine abfällige
Bemerkung über sein Reittier kann eine jahrelange Freundschaft vergessen
lassen. Bei Fremden reicht oft ein unbedachter, unverhüllter Blick, damit er
dies als Provokation sieht und seinen Khunchomer aus dem Gürtel zieht. Zur
rollengerechten Gestaltung gehört ebenfalls Religiosität, der stete Versuch
die "99 Gesetzte" zu befolgen.